6 Briefing, 7 Monate Laufzeit, 20 konkrete Lösungen

Und das war erst der Anfang...

Industry meets Makers ging nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit Mitte März 2016 offiziell an den Start. Nach einer 7-monatigen Pilotprojektphase, die mit der Ausschreibung von 6 Briefings durch die Unternehmen Infineon Austria, Greiner, T-Mobile Austria, Wien Energie, AIT und Copa-Data begann und zu deren Lösung ein bunter Mix an Startups, Kleinunternehmen, Studenten/innen und freien EntwicklerInnen eingeladen wurde, konnten beim Best of Industry meets Makers - Highlight-Event am 19. Oktober 2016 bei den Digital Days an der TU Wien bereits 20 konkrete Lösungen präsentiert werden.

(Foto-Credits: Ein Mix aus Roland Voraberger von Linse 2 und David Bohmann. Detailinfos gerne auf Anfrage.)

Wien Energie kam zu einem innovativen solarstrominselprototyp

Wien Energie ging nach einem Auswahlverfahren, bei dem von insgesamt 7 Maker-Teams verschiedene Konzeptideen eingereicht wurden, mit zwei dieser Teams Folgekooperationen ein – Lukas Zenz und Marco Feichtinger, Studenten der FH-Technikum, sowie Lukas Pfeifhofer und Tanja Roschanz, Studenten der TU Wien.

Diese fusionierten im nächsten Schritt wiederum zu einem gemeinsamen Team und feilten ab diesem Zeitpunkt mit vereinten Kräften zusammen an einem finalen Solarstrominselprototyp, der nun im Jahr 2017 zu einem marktreifen Produkt weiterentwickelt werden soll.

Zudem schloss Wien Energie eine weitere Kooperation mit einem Wiener Startup, das sich auf die Entwicklung von Urban Gardening-Produkten spezialisiert, und vergab an einen der teilnehmenden Makers direkt nach der Beendigung der Pilotprojektphase eine Praktikumsstelle.

Mehr Details über die involvierten Makers, den Prototypen und die geplanten Next Steps folgen in Kürze!

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T-Mobile generierte 6-7 kreative neue IoT-Developer-Box-anwendungen

Die neue IoT-Developer-Box der M2M-Unit von T-Mobile Austria wurde während der Laufzeit erfolgreich in sechs bis sieben innovative Produkt-Prototypen integriert. Weitere Lösungen sind bereits in Arbeit.

Der bunte Strauß an Ergebnissen reichte von intelligenten Hochbeeten (Smartgreen Technologies) über Systeme für individuelles Strommanagement (WillStrom von Pinz-IT), Tankstellen-Empfehlungen für Transport Software (craftworks) und das Management von mobilen Energieressourcen (Arvay von Futurebuilt) bis hin zu Buttons, die Online-Aktionen auslösen (OpenTrigger von Acolono), und schlauen IoT-Lösungen, die in Drohnen von Infineon eingebaut wurden (Helium Copter von Lukas Prenner).


AIT erarbeitete mit einem mehrköpfigen team einen interaktiven app-prototyp

Das AIT hat mit dem Maker-Team Dietmar Millinger, Michael Petz, Andreas Budak und Benjamin Wehr, das von dem Startup GREX IT Services geleitet wurde, einen Smart City Planning App - Prototyp entwickelt, der auf innovative Virtual Reality - Techniken und Bürgerpartizipationskonzepte setzt und über ein Touch Tablet zentral gesteuert und monitored werden kann.

Das ursprüngliche Briefing wurde auf Grundlage der Ideen, die bei den ersten gemeinsamen Meetings von den Makers eingebracht wurden, ungefähr in der Mitte der Projektlaufzeit nochmals grundlegend adaptiert. Das gemeinsam generierte, finale Ergebnis kann sich nun wirklich sehen lassen!

Mehr Details über die involvierten Makers, den erarbeiteten Prototyp und die geplanten Next Steps folgen in Kürze!

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Infineon entwickelte mit 23 Developern 10 neue Drohnen-Lösungen

Infineon hat sich im Laufe der Monate durch erstklassiges Community-Management und hochprofessionellen internen und externen Fachexperten-Support eine 23-köpfige Developer-Community aufgebaut, die in enger Zusammenarbeit mit dem Industriebetrieb zehn innovative Drohnen-Projekte erarbeitet hat, an deren Entwicklung nach Abschluss der Pilotprojektphase gleich nahtlos weitergearbeitet wurde.

Teile der entwickelten Lösungen wurden auf GitHub in Form von Open Source Software der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt und es war auch bei der Abschlusspräsentation richtig zu spüren, dass die Maker-Teams miteinander während dieser Zeit Spaß hatten. Ein super Beispiel dafür, wie man so ein Manöver wirklich erfolgreich angehen kann.

Hier sind die Video-Portraits der 10 Teilnehmer-Teams sowie Kurzpräsentationen aller erabeiteten Lösungen zu finden. Weitere Detailinfos gibt es auf der Projekt-Website copter.rocks.


Greiner entdeckte das aquaponik startup Ponganic

Greiner entdeckte in Verbindung mit dem ausgeschriebenen Aquaponik-Briefing überraschenderweise bereits ziemlich am Anfang des Pilotprojektprozesses das Start-up Ponganic für sich, mit dem es nun kooperativ an der Umsetzung des Aquaponik-Projekts „Grüner Markt“ arbeiten möchte, das im kommenden Jahr am Wiener Hauptbahnhof an den Start gehen wird.

Unter Aquaponik versteht man eine Technik, bei der Fischzucht in Aquakulturen und die Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokulturen miteinander so kombiniert werden, dass dadurch ein geschlossener Wasser- und Nährstoffkreislauf entsteht.

Mehr Details über das Projekt folgen in Kürze!

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Copa-Data möchte mit der Industrie-Software zenon die 3D-Welt erobern

COPA-DATA lud Makers dazu ein, interaktive 3D-Modellierungs-Software zu entwickeln, die mit der hauseigenen Industriesoftware zenon direkt verknüpft werden kann.

Auch in diesem Fall wurde das ursprüngliche Briefing nach den ersten Brainstorming-Runden mit Makers während der Projektlaufzeit nochmals weiter adaptiert und spezifiziert.

Zum Zeitpunkt des Best of Industry meets Makers - Events im Oktober 2016 steckte das Projekt noch in der Entwicklung. Die Arbeit daran wird über das Ende der letztjährigen Pilotprojektlaufzeit hinaus fortgesetzt.

Mehr Details zu den geplanten Next Steps folgen in Kürze!

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Fazit: Der Mut zum Experiment hat sich gelohnt

Im Fokus stand das Ziel, durch die geplanten Aktivitäten (Barcamps, Expert Talks Abende, Fabrik- und Lab-Besuche, Kleingruppentreffen und Trainings, etc.) neue Co-Creation-Modelle zwischen der herstellenden Industrie und der lokalen Maker-Szene anzustoßen und dadurch die Entwicklung innovativer Prototypen sowie neuer Kooperationen und Markteinführungen im Bereich relevanter Zukunftstechnologien, wie 3D-Druck, Robotik/KI, Industrie 4.0, Internet der Dinge und Smart Digital City anzustoßen.

Keine der involvierten Parteien wusste zu Beginn des Projekts, zu welchen Ergebnissen und Erfahrungen sie dieser Prozess führen könnte und trotzdem war jede von ihnen so mutig, sich mit echtem Engagement auf diesen ambitionierten Testlauf einzulassen.

Das Projekt wurde von der Wirtschaftsagentur Wien gefördert und sowohl von den treibenden Kräften der DigitalCity.Wien-Initiative wie auch allen briefenden Industriepartnern, den teilnehmenden Makers und zahlreichen Netzwerkpartnern voll unterstützt. In Summe war Industry meets Makers sicher eine glückliche Fügung, die sowohl den Puls der Zeit getroffen wie auch davon profitiert hat, dass sich Einzelpersonen stark dafür engagiert haben. Das Sprichwort „Business is People“ schlug an dieser Stelle wieder einmal voll zu Buche und hat zu beeindruckenden Erfolgen geführt. Der kooperative Pilotversuch ging auf und wird gleich nahtlos weiter fortgesetzt.

Der Großteil der Beteiligten entwickelte seine Lösungen im Anschluss ohne Pause weiter und zu diesem haben sich - sowohl Industrie- wie auch Maker-seitig - rasch gleich mehrere neue Quereinsteiger hinzugesellt. Aktuell sind schon wieder einige weitere Briefings in Vorbereitung und das Aufbauprogramm für das kommende Jahr im Entstehen. Man darf gespannt sein, welche Überraschungen und Innovationen Industry meets Makers 2017 für uns bereithält.